Mehr als grün
10 Punkte für Zürich - Kommunalwahlen 2010. Wahlplattform
Dafür stehen wir ein:
1. Konsequente Schritte auf dem Weg zu einer 2000-Watt-Stadt, die ihre ökologische und soziale Verantwortung wahrnimmt
Über das Ziel sind sich alle einig, aber wie wir die Herausforderung einer 2000-Watt-Gesellschaft anpacken, das ist vielen nicht klar. Politik und Verwaltung müssen beim Weg zur 2000-Watt-Stadt vorangehen und vorbildlich wirken. Überall, wo die Stadt Einfluss hat, ist das Ziel 2000-Watt konsequent anzustreben.
Stadtraum soll zwar urban sein, aber je dichter gebaut wird, desto mehr Grün- und Freiräume braucht es. Die Stadtentwicklung muss auf einen Ausgleich aller Nutzungsansprüche achten und dies auch in Sondernutzungsplänen bei Privaten durchsetzen. Insbesondere beim letzten Grosseigentümer in der Stadt, der SBB, ist darauf zu achten, dass der Stadtraum nicht nur auf Rendite optimiert wird.
Die Nutzung öffentlicher Räume soll massvoll reguliert werden, ohne dass die Bevölkerung dabei bevormundet wird. Auch ältere Menschen, Behinderte und Kinder wollen sich im öffentlichen Raum bewegen; auf sie ist besonders zu achten.
Urbane Lebensqualität misst sich am Umgang mit der Natur. Auch in der Stadt muss die Artenvielfalt erhalten bleiben. Dazu müssen natürliche Lebensräume besser vernetzt und Bäche freigelegt werden, und die Bäume brauchen besonderen Schutz.
Die Lärmbelastung entlang der Verkehrsachsen muss durch Massnahmen an der Quelle massiv reduziert werden. Überschreitungen von Alarmgrenzwerten sind nicht tolerierbar und dagegen ist unverzüglich etwas zu unternehmen!
Die Stadt muss dafür sorgen, dass die Luftqualität verbessert wird. Insbesondere die Belastung durch Feinstaub, CO2 und Ozon ist zu reduzieren. Die technische Infrastruktur (Elektrizität, Wärme, Wasser, Breitband etc.) ist konsequent zu ökologisieren.
Die Standortentwicklung ist vermehrt auf den Erhalt einer umfassenden Lebensqualität auszurichten. Die wichtigen Standortfaktoren wie Naherholung, öffentlicher Verkehr, Bildung und Kultur sind zu stärken und zu propagieren.
Schliesslich muss mit Information, Aus- und Weiterbildung darauf geachtet werden, dass die ZürcherInnen wissen, was mit der 2000-Watt-Gesellschaft auf sie zukommt und wie sie dieser Herausforderung begegnen können. Politik und Verwaltung stehen dabei in einer besonderen Verantwortung.