Mehr als grün
10 Punkte für Zürich - Kommunalwahlen 2010. Wahlplattform
Dafür stehen wir ein:
2. Mehr bezahlbaren und ökologischen Wohn- und Gewerberaum
Zürich braucht mehr Wohnraum, der nicht mehr kostet als maximal ein Drittel des städtischen Medianeinkommens von rund 6000 Franken. Das Problem ist bekannt und kann kurzfristig nur durch eine stärkere Beteiligung der Stadt gelöst werden, da der Markt nicht sozial ausgerichtet ist und wichtige Stadtentwicklungsziele wie zum Beispiel die Durchmischung nicht anstrebt.
Die Stadt Zürich soll in Zukunft vermehrt selber Wohnungen bauen oder von Privaten aufkaufen. Die Stadt muss auch dafür sorgen, dass die dringend nötige energetische Sanierung des Wohnraums nicht zu untragbaren Mietzinserhöhungen führt: Daher haben wir unsere Volksinitiative „Bezahlbar UND ökologisch Wohnen!“ gestartet, welche die Einrichtung einer Stiftung verlangt, welche diese Ziele finanziell fördert. Bei Umbauten soll auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen geachtet werden. Damit können gewachsene Mietergemeinschaften bewahrt werden.
Speziell ist dem studentischen Wohnen, aber auch dem Wohnen im Alter (damit das so genannte „aging in place“ stattfinden kann) Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Stadt braucht aber auch mehr bezahlbaren Gewerberaum. Immer mehr Handwerker, Kleingewerbler und Dienstleister werden verdrängt, weil sie renditeschwache Nutzungen sind. Das Hauptproblem der städtischen KMU sind nicht die Parkplätze sondern die steigenden Kosten für die Räumlichkeiten. Die bürgerliche Bau- und Zonenordnung hat dem Gewerbe hier übel mitgespielt. Daher soll die Stadt Gewerbezentren in Gewerbezonen anstreben, wobei die Zonenfrage auf kantonaler Ebene angegangen werden muss.
Schliesslich muss die Stadt dafür sorgen, dass auch Zwischennutzungen möglich sind. HausbesetzerInnen sind wo möglich und sinnvoll mit Zwischenverträgen auszustatten, die Stadt kann hier wertvolle Mediationsdienste anbieten.