Mehr als grün
10 Punkte für Zürich - Kommunalwahlen 2010. Wahlplattform
Dafür stehen wir ein:
4. Einen sicheren und komfortablen Fuss- und Veloverkehr, autofreies Wohnen und weniger Parkplätze
Zürich muss auch bei der Mobilität zur 2000-Watt-Stadt werden. Die städtische Verkehrspolitik muss vermehrt berücksichtigen, dass der Platz beschränkt ist und dass der erdöl-abhängige Privatverkehr ohnehin keine Zukunft hat. Zürich muss den motorisierten Verkehr mehr eindämmen. Die Zeit der Strassen- und Tunnelbauten ist endgültig vorbei – hier ist Zürich gebaut! Nachdem die Umfahrung der Stadt fertig gestellt ist, soll der Durchgangsverkehr weiterhin massiv reduziert werden. Temporeduktionen auf Hauptachsen in der Nacht (zur Lärmverminderung) sind einzuführen. Die Innenstadt soll verkehrsberuhigt werden, eine Durchquerung soll in der Regel nicht mehr möglich sein.
Der historische Parkplatz-Kompromiss hat ausgedient. Zürich ist immer noch ein Luft- und Lärmsanierungsgebiet. Öffentliche Parkplätze sind daher tendenziell abzubauen, der Zwang zu Parkplätzen bei Neubauten soll wegfallen. Das autofreie Wohnen muss gefördert werden. Wir streben daher eine Parkplatzverordnung an, die autofreie Siedlungen ermöglicht und weniger Pflichtparkplätzen vorschreibt.
FussgängerInnen und Velos müssen massiv gefördert werden, auch zu Lasten von Autospuren. Wir wollen sichere und durchgehende Velorouten auch auf den Hauptachsen (Velo-Expressrouten) und insbesondere in der Innenstadt (Rämistrasse, Bellevue, Seilergraben, Bahnhofsplatz etc.).
Schliesslich sollen die Leute zum Umsteigen auf den öV bewegt werden. Dieser ist dementsprechend weiter auszubauen (Tram nach Neu-Affoltern, Verlängerung der Linie 8 zum Milchbuck), wobei auch auf die Verknüpfung über die Stadtgrenze hinaus zu achten ist (Glattalbahn usw.).
