Energie

Die enormen Probleme und Risiken der Atomtechnologie sind auch nach Jahrzehnten der Forschung nicht behoben. Ein Ausstieg aus der Atomtechnologie ist unumgänglich. Die geplante Atommüll-Lagerung in Benken SH betrifft die Stadt Zürich unmittelbar. Die Stadt sollte vermehrt zukunftsweisende Projekte fördern, wie etwa die Nutzung der Erdwärme.


Ohne Minderverbrauch bekommen wir die Energieproblematik nicht in den Griff. An erster Stelle kommt der sparsame Umgang mit Energie; die Anstrengungen der Stadtverwaltung liegen auch hier im Argen, obwohl die Stadt Zürich seit Jahren das Label "Energiestadt" trägt. Fiskalische Anreize werden nicht erwogen, der tief gehaltene Strompreis schafft keine Sparanreize.


Ein Drittel der Energie in der Schweiz wird durch den Verkehr konsumiert, zu 95% sind dies fossile Energieträger. Angesichts rasant steigender Ölpreise und zu Ende gehender Ressourcen sind Ideen zu entwickeln, was die Stadt zum Ausstieg aus der Erdölwirtschaft beitragen will.


Weniger, effizienter, sauberer - das ist die Devise beim Energiekonsum, welche auch die Stadt Zürich einhalten muss. Der kommunale Handlungsspielraum soll dabei konsequent ausgeschöpft werden, vorab beim Strom, aber auch im Strassenverkehr. Zürich soll atomstromfrei werden. Öffentliche Gebäude sind energetisch vorbildlich zu sanieren oder neu zu bauen. Die stadteigenen Fahrzeuge müssen technologisch innovativ sein.

Die GRÜNEN fordern

  • ein atomstromfreies Zürich. Wir fordern den Verkauf der vorhandenen Anteile an Atomkraftwerken; bestehende Bezugsverträge für Atomstrom sind nicht mehr zu erneuern.
  • die Schaffung von finanziellen Anreizsystemen für einen sparsamen Umgang mit Energie.
  • die Schaffung von finanziellen Anreizsystemen für Haushalte und Betriebe, welche ihren Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen decken.
  • 30 % Einsparung beim Stromverbrauch. Dies kann ohne Qualitätseinbussen erreicht werden. Subventionen an Genossenschaften sowie Baurechtsverträge müssen von der Verpflichtung, energieeffiziente Geräte und Technologien einzusetzen, abhängig gemacht werden.
  • die Prüfung von Szenarien für den Ausstieg aus der Erdölwirtschaft.
  • eine Verschärfung der Bauvorschriften hinsichtlich des Energieverbrauchs.
  • die vorbildliche energetische Sanierung aller städtischen Gebäude. Bei umfassenden Renovationen und bei Neubauten soll ausschliesslich auf erneuerbare Energieträger gesetzt werden.