Gesundheit

Gesundheit ist eine Voraussetzung für Wohlbefinden und Lebensqualität. Die Schweiz leistet sich eines der weltweit teuersten Gesundheitssysteme, doch die Bevölkerung wird kaum vor den negativen Folgen von Luftverschmutzung und Lärm geschützt. Die gesetzlichen Grenzwerte werden vielerorts oft und lang anhaltend überschritten.

 

Verschiedene "Grossversuche", die momentan mit der Bevölkerung durchgeführt werden, zum Beispiel bei Mobilfunkemissionen, Feinstaub-, Ozon- oder Lärmbelastung, bezeugen den tiefen Stellenwert, welcher der Gesundheit und der Prävention beigemessen wird. Diese Risiken der modernen Gesellschaft sind im Sinne des Vorsorgegedankens zu reduzieren.


Sozial akzeptierte Verhaltensweisen, wie Überernährung, Tabak- oder Alkoholkonsum, bergen grosse Risiken und enorme Folgekosten; hier sind vermehrt Aufklärung und Prävention angesagt. Nichtrauchende sind vor den Folgen des Passivrauchens zu schützen.


Gesundheit, Gesundheitskosten, Lebensqualität und eine intakte Umwelt hängen eng miteinander zusammen. Grüne Politik legt grossen Wert auf diese Zusammenhänge. Denn neben Lebensqualität und Wohlbefinden geht es dabei auch um Minderausgaben in Milliardenhöhe; alleine die Folgen von Stress am Arbeitsplatz oder von Überernährung verschlingen in der Schweiz jährlich Milliarden von Franken.

Die GRÜNEN fordern

  • ein Moratorium für Mobilfunkantennen in der Stadt, bis erwiesen ist, dass die Emissionen solcher Antennen gesundheitlich unbedenklich sind. Die Netzabdeckung ist genügend in Zürich, und nur der unnötige Wettbewerb zwingt die verschiedenen Anbieter, eigene Netze aufzustellen - zu Lasten der Gesundheit der Bevölkerung.
  • eine konsequente Kontrolle von Antennenanlagen auf die Einhaltung von Grenzwerten bzw. der bewilligten Leistung.
  • griffige Massnahmen bei Überschreitung der Grenz- bzw. Alarmwerte bei Feinstaub (PM 10) und bei Ozon, wie etwa Fahrverbote oder ein Obligatorium für Dieselrussfilter.
  • die Lärmsanierung stark belasteter Gebiete. Statt hilflosen Plakatkampagnen sollen Fahrverbote, Temporeduktionen, Lärmschutzmassnahmen etc. dafür sorgen, dass die Bevölkerung Zürichs ruhig schlafen kann. Die Stadt soll sich zudem für eine Plafonierung der Flugbewegungen in Kloten sowie für 9 Stunden Nachtruhe einsetzen.
  • einen toleranten Umgang mit KonsumentInnen weicher Drogen; dafür soll vermehrt auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam gemacht sowie ein Werbeverbot für Tabak eingeführt werden.
  • einen weiteren Ausbau der Spitex-Angebote. Nacht- oder Kinderspitex entsprechen einem Bedürfnis der Betroffenen und helfen Kosten sparen.