Soziales
Die Zahl der EmpfängerInnen von Sozialhilfe steigt in Zürich wie auch in anderen Städten steil in die Höhe. Für die zukünftige Lebensqualität in dieser Stadt wird es entscheidend sein, wie wir dieser Entwicklung begegnen können.
Eine sinnvolle Arbeit zu haben, ist eine wichtige Voraussetzung für ein erfülltes Leben in unserer Gesellschaft. Und mehr noch: In einer Gesellschaft, die für eine wachsende Zahl von Menschen auch mittelfristig keine Aussicht auf eine reguläre Stelle bereithält, müssen neue Wege eingeschlagen werden. Die Wirtschaft muss wieder in die Pflicht genommen werden, denn auch sie trägt Verantwortung für die Beschäftigungslage.
Es muss in Zukunft möglich sein, nur einen Teillohn im ersten Arbeitsmarkt zu verdienen, angepasst an die berufliche Leistungsfähigkeit einer Person; Sozialhilfe deckt die Differenz zu einer gesicherten Existenz. Nicht alle Menschen sind ihr ganzes Leben lang zu 100 Prozent leistungsfähig, aber alle Menschen haben ein Recht, der Gesellschaft anzugehören und auch immer wieder eine Chance zur beruflichen Integration zu bekommen.
Eine moderne Gemeinschaft braucht ein vielfältiges Angebot an ausserhäuslicher Betreuung für Kinder jeglichen Alters. Für Kinder im Schulalter sind neue Modelle und Ideen der Betreuung gefragt, denn hier klaffen noch grosse Lücken im Angebot. Staatliche Einrichtungen, privates Engagement und innovative Aufgabenteilungen zwischen den Geschlechtern und den Generationen sind nötig, um endlich den Bedürfnissen von Eltern und Kindern gerecht zu werden.
Die GRÜNEN fordern
- die schnelle Umsetzung des neuen Art. 2 der Gemeindeordnung zur ausserfamiliären Kinderbetreuung. Zürich muss ein attraktives, bezahlbares und der Nachfrage genügendes Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder aller Altersstufen erhalten.
- zusätzliche Angebote für die berufliche Integration von Sozialhilfeempfangenden. Sozialfirmen mit Teillohn-Arbeitsplätzen, wie sie die Stadt St. Gallen kennt, sind mindestens versuchsweise einzuführen.
- eine verbesserte Einbindung der Wirtschaft bei der beruflichen Integration von Sozialhilfeempfangenden.
- die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche und junge Erwachsene mit Status F oder N.