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Stadtzürcher Volksinitiative „Bezahlbar UND ökologisch wohnen!“



Ziel erreicht

 

Ende Februar 2010 hat die Volksinitiative „Bezahlbar UND ökologisch wohnen“ das Sammelziel erreicht. Die knapp 4000 Unterschriften wurden am Mittwoch 3. März an Stadtpräsidentin Corine Mauch übergeben:


Argumentarium

Unterschriftenbogen


Die Stadt Zürich braucht ökologisch vorbildliche Wohn- und Gewerberäume!

 

Die Klimaerwärmung bedroht unsere Erde und die fossilen Brennstoffe gehen uns aus. Doch ohne Energie können wir nicht leben. Wir stecken in einem Dilemma und ein Weg hinaus führt nur über eine CO2-neutrale Energiegewinnung und eine massive Reduktion unseres Energieverbrauchs. Das hat im vergangenen Jahr auch die Stadtzürcher Stimmbevölkerung erkannt: Mit einem wuchtigen JA von 76 Prozent sprach sie sich klar für eine nachhaltige Entwicklung und atomenergiefreie Stadt Zürich aus. Bis im Jahr 2050 soll der Pro-Kopf-Energieverbrauch auf 2000 Watt gesenkt werden: einerseits durch alternative Energiequellen wie Sonne und Wind, andererseits durch eine effizientere Energienutzung.

Ein grosses Sparpotenzial liegt im Gebäudebereich. Der Energiekonsum für Gebäudewärme und Warmwasser macht 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus. Ökologisch verträgliche und ressourceneffiziente Lösungen sind nun gefragt. Für Sanierungen und Neubauten gilt es, mindestens den Minergie-P-Standard anzustreben. Häuser mit einer hohen Energieeffizienz verbrauchen kaum noch Energie und verursachen geringere Kosten, was sich auf die Jahre rechnet. Mit dem Plus-Energie-Haus wurde sogar bereits eine Technologie entwickelt, die mehr Energie produziert, als verbraucht. Diese gilt es nun auch zu nutzen und anzuwenden.

 

UND!

 

Ökologischer Standard und niedrige Kosten sind kein Widerspruch!

Der seit Jahren anhaltende Bevölkerungszuwachs in der Stadt Zürich hat den Wohnungsmarkt ausgetrocknet. Viele Leute müssen deshalb die Stadt verlassen und lassen sich in der Agglomeration nieder. Wenn zur Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft vermehrt Wohnraum energetisch saniert werden muss, wird sich dieser Trend noch verstärken. Diese Entwicklung gilt es zu stoppen, denn es braucht auch in Zukunft eine gute soziale Durchmischung, damit die Stadt Zürich lebendig und attraktiv bleibt. Mit unserer Initiative fordern wir die Stadt auf, wieder vermehrt selber in den Wohnungsbau zu investieren.

Der Trend hin zu immer mehr Wohnfläche pro Kopf muss gebrochen werden. In den letzten Jahren ist der Flächenbedarf stetig angestiegen und beträgt heute in der Stadt Zürich über 40m2 pro Person. Das wirkt sich ganz direkt auf den Energiekonsum aus. Mit der Wahl eines vernünftigen Rahmens beim Ausbaustandard können die Kosten zusätzlich tief gehalten werden. Nur so ist es möglich, dass sich Bevölkerungskreise mit kleineren und mittleren Einkommen eine energetisch sanierte Wohnung in der Stadt Zürich leisten können.

 

Die GRÜNEN Stadt Zürich wollen mit dieser Initiative dafür sorgen, dass Wohnungen und Gewerberäume auf Stadtgebiet in Zukunft nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch nachhaltig und deshalb attraktiv sind. Die zu gründende Stiftung soll nicht nur helfen Wohn- und Gewerberaum der Spekulation zu entziehen. Sie soll auch dafür sorgen, dass die Stadt Zürich langfristig ihr selbst gestecktes Ziel einer 2000-Watt-Gesellschaft erreicht und damit gleichzeitig preisgünstigen Wohn- und Gewerberaum schafft.